Immunstark im Herbst und Winter

 

Kresse-Tinktur als „Erkältungsschreck“, „Brennnessel-Energiekugeln“ oder Hagebutten-Marmelade als Vitamin C Spender sind nur einige der kreativ-leckeren Rezeptideen, die die Teilnehmer*innen des anschaulichen und praxisorientierten Seminars „Immunstark in Herbst und Winter“ am 9. Oktober im HAUS AM HABSBERG, dem Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. kennenlernten.  Das Seminar richtetet sich an Kinder- und Jugendgruppenleiter*innen der Oberpfälzer Obst- und Gartenbauvereine und wurde organisiert und durchgeführt vom Kreisverband Neumarkt für Gartenbau und Landespflege i.d.OPf.

Das Interesse am Seminar war so groß, dass fürs Frühjahr eine Wiederholungsveranstaltung angesetzt wurde, was nicht zuletzt an der Kompetenz und Begeisterungsfähigkeit der Referentin Gabriele Leonie Bräutigam, staatlich zertifizierte Kräuterführerin und Buchautorin liegen dürfte. Mit umfangreichen Wissen um die Heilkräfte der Natur und voller Engagement begeisterte und motivierte sie die Teilnehmer*innen Wildfrüchte, Beeren und Kräuter aus dem Garten und der freien Natur zu nutzen. Gemeinsam wurde die Natur rund um den Habsberg erforscht und durchsucht nach heilkräftigen Pflanzen zur Stärkung der Immunkräfte für den Winter. Mit im Gepäck hatte die Referentin viele schmackhafte Kostproben und Rezepte für die Hausapotheke, die das Immunsystem und damit die Abwehrkräfte des Körpers stärken.

Sehen – Riechen – Fühlen – Schmecken: Mit allen Sinnen konnten die Teilnehmer*innen unseres heimischen Superfoods und Immunbooster für die kalte Jahreszeit erleben. Die Referentin demonstrierte eindrücklich, wie energieeffizientes Arbeiten und nachhaltiges Handeln in der Praxis aussehen und vermittelt werden kann. In ihrem Kurzvortrag inspirierte sie zu tollen Aktionen für die ganze Familie rund um Ernte und Verarbeitung von wilden Früchten und Kräutern. „Der Tag war absolut interessant und eigentlich viel zu kurz!“, darin waren sich wohl alle Seminarteilnehmer*innen einig, ehe sie begeistert und motiviert den Heimweg antraten.


Bunte Welt der Wildkräuter

 

In „die bunte Welt der Wildkräuter“ entführte die examinierte Heilpflanzenführerin Sabina Beer hoch motivierte TeilnehmerInnen im Pfarrstodl und in Dotzlers „Hortus Bios“. Eingeladen hatte die Kreisfachberaterin Michaela Basler, die herzlich begrüßte. Alle Sinne solle man einsetzen, um das wunderbare Leben „zwischen Himmel und Erde“ wahrzunehmen, sensibilisierte Sabina Beer. Sie verstand es gut, den Pflanzenkreislauf mit der Sauerstoffproduktion dank der Sonnen- und Erdenergie anschaulich und systematisch zu vermitteln. So lernte man die Blütenformen der Korbblütler, der Pflanzen mit 5- und 4 Blütenblättern, der Schmetterlings- und Lippenblütler in ihren Variationen einzuordnen und in Nachschlagewerken zu identifizieren.

Die Anordnung der einzelnen oft sehr kleinen „wirklichen“ Blüten und die Unterschiede der Blatt- und Stängelformen galt es nach der Theorie in die Praxis umzusetzen.  „Welche Pflanze ruft mich?“ hieß es dann 30 Minuten lang in stiller Einzelarbeit im Freien. Ergebnis waren detaillierte Zeichnungen von Steinbrech, Gundermann, Ehrenpreis, Wiesenschaumkraut, Gänseblümchen, Hornkraut, Frauenmantel und Erdrauch. Beer erklärte ausführlich deren Verwendung und Heilwirkung und gab manche Tipps dazu für „drinnen und draußen“. Begeistert waren alle bei den pädagogischen Bewegungsspielen dabei. In der Theorie machte man Chips aus Brennesselblättern und in der Praxis sammelte man gemeinsam Kräuter in Dotzlers „Hortus Bios“. Kleine Kräutersträuße für den Tee und wohlschmeckender Brotbelag auf Bauernbrot rundeten vor „Kaffee und Kuchen“ den lehrreichen Tag perfekt ab. 


Generationsübergreifender Fotowettbewerb zum Jubiläum 125 Jahre Bezirksverband

 

„Naturfotografie ist immer auch eine besonders intensive Begegnung mit der Natur. Als Naturfotografen sind wir geradezu gezwungen, uns gründlich mit der uns umgebenden Natur auseinanderzusetzten!“  (Naturfotograf und Autor Hans-Peter Schaub, Digitale Fotopraxis – Naturfotografie, Bonn 2010). 

 

Der Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege e.V. feiert im Jahr 2020 sein 125-jähriges Bestehen.  Anlässlich des Jubiläums wurde ein Fotowettbewerb für alle Mitglieder in den Obst- und Gartenbauvereinen durchgeführt werden, der das aktuelle Schwerpunktthema „Biodiversität“ sowie das Kernthema „Garten“ in den Fokus rückt und miteinander verbindet.

Viele Mitglieder aller Altersklassen aus den Oberpfälzer Obst- und Gartenbauvereinen haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der Fachbeirat des Bezirksverbands Oberpfalz hatte als bewertende Jury die Qual der Wahl, aus den eingereichten Fotos die zwölf Siegerbilder auszusuchen. Eines gleich vorweg: Es waren viele viele tolle Bilder dabei, die mit Sicherheit ebenfalls einen Paltz im Kalender verdient hätten. Bei der Bewertung wurden neben der Qualität der Bilder und den Aspekten Biodiversität und Garten auch das Alter der einreichenden Fotografen berücksichtigt. An dieser Stelle also ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, die Ihre Bilder eingesendet haben.


Die Gewinnerbilder für den Kalender zum Jubiläum 125 Jahre Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege


Biologische Vielfalt in Dorf, Stadt & Landschaft

Durch den Arbeitsschwerpunkt des Bezirksverbandes Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege „Biologische Vielfalt in Dorf, Stadt und Landschaft“ bekommen die Kinder- und JugendgruppenleiterInnen der OGVs in der Oberpfalz immer wieder durch entsprechende Seminarangebote, Anregungen und Tipps zur Gestaltung ihrer Gruppenstunden. Beim Seminar am 12.09.2020 im Walderlebniszentrum in Sinzing stand die Vielfalt in Hecke und Wald im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen lernten diese Vielfalt gleich selbst durch praktische Aktionsideen kennen. Dabei ging es um Spiel, Gruppen-Spaß, Herausforderungen und – ganz nebenbei – auch um Artenkenntnis und den sicheren Umgang mit den aktuellen „Wald-Gefahren“.


Bericht zum Seminar


Ein rundum gelungenes Seminar

Das gemeinsam vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege Oberpfalz und dem Kreisverband für Gartenkultur und  Landespflege Tirschenreuth e. V.  veranstaltete Seminar „Streuobst - Vielfalt - Beiß rein!“ war eine rundum gelungene Veranstaltung. Kreisfachberater Harald Schlöger vom Kreisverband Tirschenreuth konnte zu Beginn Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen der Obst- und Gartenbauvereine aus drei Landkreisen der nördlichen Oberpfalz begrüßen. Alle erwarteten von den Fachleuten Anregungen zum Thema Streuobst für die Vereinsarbeit. Zudem diente der Tag zur Vorbereitung des landesweiten Streuobstwettbewerbes 2018, den der Bayerische Landesverband  für Kinder- und Jugendgruppen in den Obst- und Gartenbauvereinen ausgelobt hat, um damit sein 125jähriges Verbandsjubiläum aufzuwerten. Um den Wettbewerb vorzustellen, war eigens der Landesjugendbeauftragte Herr Werner Thumann aus Neumarkt angereist. Herr Ottmar Fischer referierte über den Wert von Streuobstbeständen für die Ästhetik einer Kulturlandschaft und die Ökologie. Seine Begeisterung war ansteckend, man sah den Teilnehmern des Seminars förmlich an, wie sie das Thema zunehmend faszinierte.

Die Streuobstwiese der Familie Dötterl in Poppenreuth war der eigentliche Grund dieses Seminar in Poppenreuth zu veranstalten. Frau Christa Englhard, eine in der Umweltbildung erfahrene Kreisfachberaterin vom Landratsamt Neumarkt fand für ihren praktischen Teil dort ideale Rahmenbedingungen vor. Sie zeigte mit vielen praktischen Beispielen wie einfach und zugleich spannend es sein kann Kindern verschiedener Altersgruppen das Thema Obst nahe zu bringen. Ob Tier- und Pflanzenwelt der Streuobstwiese, ökologischer Fußabdruck bei Lagerung und Transport der Früchte im Vergleich der verschiedenen Anbauformen oder Bewegungsspiele  - kein Aspekt für eine gute Gruppenstunde blieb unbeantwortet. Die Streuobstwiese ist ein idealer Ort zum "Riechen, Schmecken, Tasten" - kurzum für alle Sinne.

Zum Gelingen dieser "Wohlfühlveranstaltung" trug auch das Kuchenbuffet bei, das die Familie Dötterl und der Obst- und Gartenbauverein Poppenreuth aufgebaut hatten. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten so zum Ende des Seminars nochmal ihre Erfahrungen austauschen und gestärkt die Heimreise antreten.